THE PROPERTY – wie es dazu kam

Dominik Benner und Dirk Becker haben sich THE PROPERTY ausgedacht. Wie es dazu kam und warum Dominik die meisten Villenmagazine der Makler langweilig findet, lesen Sie hier.

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FOTO:THE PROPERTY

DIRK BECKER Dominik, mit the property bist du nun Verleger. Wie kam es zu der Idee?
DOMINIK BENNER Na ja, das war eher Zufall. Es gab eigentlich zwei Gründe für das Magazin: Zum einen wollte ich früher immer geheim halten, dass wir Immobilien kaufen und besitzen. Denn Neid ist ein schwieriges Thema in Deutschland und als Familienunternehmen sind wir eher verschwiegen. Aber mein Beirat hat irgendwann gesagt, dass man sich bei einer gewissen Größe nicht mehr verstecken kann. Da wir zu den größten Bestandshaltern gehören, müssen wir sowieso gegenüber Banken reporten, warum dann nicht auch ein cooles Magazin machen, das Immobilienleute anspricht.

DIRK BECKER Und der andere Grund?
DOMINIK BENNER Ich finde die meisten Fachmagazine maximal langweilig, meist nur irgendwelche Branchennews oder Personalmeldungen oder die 1.000. Projektentwicklung in XY. Ich wollte ein Magazin, das eine Mischung ist aus Fachwissen, Lifestyle und Deal-Angeboten. Nicht für den Villenkäufer von Engel Völkers, sondern für echte Entscheider unserer Branche.


DIRK BECKER Ihr habt mit 10.000 Auflage mehr als die meisten Fachmagazine. Was ist das Ziel?

DOMINIK BENNER Wir haben mit unserem Beirat überlegt, wie wir künftig unsere Stakeholder besser einbeziehen können – hört sich total theoretisch an, war aber so. Und bei uns sind dies: Eigentümer von Häusern, Vermittler, Banken, Fachfirmen und Experten. Da es hier viele Leute und Entscheider gibt, spricht das Magazin genau diese Player an und soll interessant sein. Unser Ziel ist daher: Plattform für Wissen, coole Beiträge, News, Deals und Lifestyle. Das Leben mit Immobilien ist ein Abenteuer – das Magazin soll dies ein wenig abbilden.


DIRK BECKER Ihr investiert in Immobilien, Firmen, Start-ups und Landwirtschaft. Was ist dir dabei wichtig?
DOMINIK BENNER Ich bin bei uns die 5. Generation im Unternehmen, ich denke in Generationen. Daher investiere ich immer so, dass meine Nachkommen in 100 Jahren damit Freude haben, wenn ich tot bin. Und Landwirtschaft ist extrem langfristig, Immobilien auch. Das macht mir Freude und ich mag Dinge, die ich gute verstehe.

DIRK BECKER Handel und Internet erleben gerade einen radikalen Umbruch. Wohin geht die Reise?
DOMINIK BENNER Reise – ich mache nie Urlaub (lacht)! Aber natürlich haben wir klare Themen, die wir machen wollen. Die Immobranche ist total undigital – und hier können wir extrem viel machen: von Mieter-APP über gute ERP-Systeme in der Cloud bis zu smartem Monitoring der Objekte.

DIRK BECKER Was willst du noch erreichen?
DOMINIK BENNER Mein Leben ist im Moment zu dicht. Corona hat dazu geführt, dass Käufer viel kaufen können, wenn man schnell ist und mutig handelt. Egal ob Handel, PV-Anlagen oder Immobilien, ich war seit Anfang 2020 am Limit. Daher wünsche ich mir noch viel mehr gute Leute, mit denen man rund um die Uhr arbeiten kann, die Power haben. Und dass wir der größte private Bestandshalter im Land werden – mutig, aber machbar.


DIRK BECKER Haben deine Kinder schon Bock auf Immobilien?
DOMINIK BENNER Leonard ist 6, liebt Notartermine, weil er dort PawPatrol schauen kann. Bei Hausübergaben nehme ich auch schon Ann-Sophie (4) mit, wenn es in der Nähe ist. Sie beurteilt Wohnanlagen immer nach dem Spielplatz, der dort ist. Aber natürlich sind beide zu klein, um Interesse zu finden, das kommt erst in 10 Jahren.