Jakobs PropTech-Corner

PropTechs sind der Megatrend der Immobilienbranche – große
Corporates und Private Equity-Player investieren Milliarden. Damit
man als Investor den Überblick behält, analysiert der PropTech-Insider
Jakob Schulz in jeder Ausgabe vier Unternehmen – viel Spaß!

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Foto: Betti Klee

In Bewegung

setzt PAUL das Wasser in Trinkwasseranlagen. Das vom Unternehmen Actaqua entwickelte System misst und regelt die Temperatur und den Volumenstrom in Trinkwasseranlagen. So werden
sowohl Kalk- und Rostablagerungen als auch die Bildung von Legionellen vermieden. Zusätzlich wird so die Erfüllung der
Betreiberpflichten sichergestellt und dokumentiert. PAUL arbeitet
dabei ohne ineffiziente Spülungen der Anlage oder energieintensives dauerhaftes Heizen des Wassers. Das spart Wasser und Energie und könnte der nächste Schritt in Sachen Energiewende sein. Denn laut Actaqua ist in Gebäuden des höchsten Energie-Standards KfW 70 die Trinkwasseranlage der größte verbleibende Energieverbraucher. 

In die Länge

gezogen werden die Kundenbeziehungen von Immomio. Nach der Fusion von Immomio mit DIT, einem Anbieter von Mieter-Apps, begleitet das Unternehmen Mieter und Vermieter in Zukunft nicht nur während des Vermietungsprozesses, sondern auch über die gesamte Mietvertrags-Laufzeit hinweg. Die Applikationen von DIT, die seit Langem bei großen Wohnungsgesellschaften im Einsatz sind, stellen für Mieter die zentrale Kommunikations-Schnittstelle mit der Verwaltung dar und ermöglichen so eine hohe Effizienzsteigerung im Property Management. Auch unerwünschte Verhaltensweisen von Mietern, wie Anrufe bei der Verwaltung, gehören so der Vergangenheit an. Gemeinsam mit den Vermietungs-Lösungen von Immomio, bestehend aus Qualifizierung, Kommunikation und Vertragsabschluss, ergibt sich so eine durchgängige digitale Customer Journey für Mieter.

Ewig im Kreis

drehen sollen sich die Baumaterialien der Kunden von
Concular. Denn Concular erfasst alle Materialien eines Bestands- oder Neubau-Gebäudes mit dem Ziel, sie nach ihrer Nutzung gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dies führt nicht nur zu einer langfristigen und nachhaltigen Nutzung der Materialien. Concular
ermöglicht Eigentümern so auch, den Materialwert zu bilanzieren und Wertsteigerungen zu erfassen. So werden Baumaterialien vom Kostenfaktor zum Vermögensgegenstand und Gebäude zu
Materiallagern. Dank der Veröffentlichung der aktuellen Auktionen
auf der Website ist das Konzept auch leicht erlebbar – wenn Sie gerade Brandschutztüren oder eine Natursteinfassade suchen, schauen Sie mal rein.

Hoch hinaus

fahren die Sensoren des Unternehmens Simplifa. Das vom Unternehmen entwickelte Sensor-System misst und erkennt Anomalien im Betrieb von Aufzügen. Diese meldet es an den Verwalter oder direkt an die zuständige Wartungsfirma. So können Notzuschläge
in der Ersatzteilbeschaffung und Reparatur vermieden werden. Und im Idealfall steht der Aufzug nie ungeplant still. Weil Simplifa auch die Wartungsverträge eines oder mehrerer Portfolios bündelt, entstehen bereits im laufenden Betrieb Kostenvorteile. Darüber hinaus schafft Simplifa durch systematisches Auswerten und Vergleichen von Angeboten Transparenz über Marktpreise. Die Oligopolisten im Aufzugsmarkt hassen diesen Trick.